Unternehmenskultur
Unternehmenskultur ist die Gesamtheit von Normen, Wertvorstellungen und Denkhaltungen, die das Verhalten der Mitarbeiter sowie die Art und Weise ihres Umgangs miteinander und mit Dritten (z.B. Kunden und Lieferanten) prägen.
Unternehmenskultur wirkt nach innen (innerhalb des Unternehmens) als Identität und nach außen als Image. Eine Unternehmenskultur ist somit eine "unsichtbare" kollektive Einflußgröße, die sich aus informellen Grundwerten und Orientierungsmustern (die teilweise mit den formellen identisch sein können) zusammensetzt. Konkretes Handeln der Mitarbeiter des Unternehmens orientiert sich weitgehend an diesen Vorgaben.
Im Portfolio der Wettbewerbsstärken eines Unternehmens stellt die Unternehmenskultur das wichtigste Differenzierungskriterium dar. Es ist der Bereich, der gegen Imitationen durch die Konkurrenz am längsten schützt, zugleich aber ist es auch das Feld, auf dem Veränderungen die meiste Zeit brauchen.
Allerdings gilt: Ohne die nachhaltige Änderung der grundlegenden Denk- und Verhaltensmuster eines Unternehmens ist auch keine dauerhafte Veränderung in den anderen, für das Unternehmen entscheidenden Bereichen möglich.
Eine überlegene Unternehmenskultur zeichnet sich heute vor allem durch ein Klima der Wertschätzung und der Innovation aus. Wertschätzung empfinden Mitarbeiter dann, wenn sie sich und ihre Fähigkeiten gefordert und gefördert sehen, wenn ihnen Freiräume für eigenverantwortliches Handeln zugestanden werden und wenn sie fühlen und erleben, daß der Mensch im Mittelpunkt unternehmerischer Entscheidungen steht. Wertschätzung ist eine wichtige Bedingung für innovatives Denken und Handeln. Wenn Freiräume für neue Ideen ausdrücklich definiert sind, wenn Irrtümer und Fehler als Lernchancen gelten, dann können Kreativität und Spontaneität neue Ideen hervorbringen.
Denken und Handeln aller Mitarbeiter
Im Rahmen dieser Unternehmenskultur sind Denken und Handeln aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber hinaus auf die "Schnittstelle" oder besser "Nahtstelle" Kunde ausgerichtet. Das heißt, daß als we-sentlicher Zweck des eigenen Tuns (im Zusammenwirken mit anderen) die Zufriedenstellung von Kundenbedürfnissen gilt. Voraussetzung hierfür ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Kunden im Sinne einer auf lange Fristen angelegten Partnerschaft, wobei diese Lieferanten-Kunden-Beziehungen sowohl für die Leistungserstellung innerhalb des Unternehmens als auch für die Beziehungen zu den externen Lieferanten und den externen Kunden gelten.
Überschriften einer Veränderung der Unternehmenskultur hin zum mitarbeiter- und kundenorientierten Unternehmen sind:
1. Führende Stellung auf den Märkten
2. Wandel durch fortwährende Innovation auf technischem, finanziellem und sozialem Gebiet
3. Erschließung des kreativen und innovativen Potentials unserer Mitarbeiter
4. Gestaltung einer fairen und offenen Beziehung zwischen Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten
5. Gestaltung optimaler Kommunikation
6. Ausgewogenheit zwischen den Bedürfnissen des Individuums und denen des Unternehmens
7. Ausgewogene Beziehungen zwischen den Bedürfnissen des Unternehmens und denen der Umwelt